Die Goten

Das Volk der Goten stammt ursprünglich aus dem südlichen Skandinavien. Kurz nach Christi Geburt verließen sie ihre Heimat und begannen ihre Wanderung, die eigentlich nie zu Ende ging. Die Gründe für die Auswanderung waren vor allem Überbevölkerung und die daraus resultierende Hungersnot.

Nachdem sich die Goten für etwa 150 Jahre im Gebiet der Oder angesiedelt hatten, brachen sie wieder in Richtung Osten auf. Das dritte Jahrhundert steht im Zeichen der „Gotenstürme“. Die Goten bedrängten sowohl die Römer als auch andere Völker, vor allem solche, die in der Nähe des Schwarzen Meeres siedelten, wie z. B. die Skythen.

Die Römer konnten sich jedoch bald auf den neuen Feind einstellen und waren in der Lage, die gotischen Stammesverbände in mehreren Schlachten zu besiegen. Kaiser Aurelian war es schließlich, der die Goten 271 n. Chr. vernichtend schlug und dafür den Titel „Goticus Maximus“ erhielt. Dennoch zog er sich nach seinem Sieg zurück und überließ die Provinz „Dacia“ den Goten. Diese gerieten bald in Konflikt mit anderen Völkern und es kam zu einigen kriegerischen Auseinandersetzungen. Nachdem sie sich gegenseitig dezimiert hatten, griffen die Römer wieder ein und siedelten einige Völker auf römischem Gebiet an (z. B. die Carpen). Hier fand nun die Trennung der Goten statt (etwa 291 n. Chr.). Genaue Gründe für die Spaltung sind nicht bekannt. Fest steht nur, das sich die östlich des Dnestr beheimateten Goten zu den ostgotischen Greutungen (Greutungen bedeutet 'Steppenvolk') entwickelten. Aus ihnen wurden später die Ostgoten. Die westlich des Dnestr lebenden Sippen wurden als „vesische Terwingen“ (Waldbewohner) bekannt. Sie entwickelten sich weiter zu den Westgoten.  Es waren auch diese Westgoten, die den Römern im Laufe der nächsten Jahrhunderte erhebliche Probleme bereiten würden.

 

Wie dem auch sei, zu Anfang siedelten die Westgoten relativ friedlich in Teilen des heutigen Rumäniens. Erst der Gote Athanarich, der 365 n. Chr. an die Macht kam, führte die Westgoten erneut in Kämpfe mit den Römern, die ein Jahrzehnt anhalten sollten, bevor Frieden geschlossen wurde.

 

Die Westgoten wurden 376 n. Chr. in das Römische Reich aufgenommen. Sie sollten in Thrakien angesiedelt werden

 

 

 

 

Der römische Kaiser Valens versprach sich von den kämpferischen Westgoten starke Bundesgenossen. Doch es sollte anders kommen. Durch die Unfähigkeit römischer Offiziere kam es zu Spannungen zwischen den beiden Völkern.

 

 

Daraufhin zogen die Westgoten  unter ihrem Führer Fritigern plündernd durch Thrakien. Die Römer gewannen aber bald wieder die Oberhand in diesem Landstrich.

Diese Niederlage war eine furchtbare Niederlage für die Römer, nur noch zu vergleichen mit der Schlacht von Cannae (216 v. Chr.) und der Schlacht im Teutoburgerwald (9 n. Chr.). Der Kaiser fiel im Kampf. Durch Valens Tod ihrer Führung beraubt, waren die Balkanländer den Plünderungen der Goten beinahe schutzlos ausgeliefert. Trotzdem konnte Fritigern diese Lage nicht ausnutzen. Die Stadt Adrianopel, in der sich sowohl der Reichsschatz als auch die Reichsinsignien befanden, konnte von einer römischen Bürgermiliz gehalten werde

 

 

 

 

 

Inzwischen hatte der neue römische Kaiser Theodosius Zeit, frische Truppen nach Thrakien zu schicken. Diese stellten das Gleichgewicht wieder her, so das es zu einer Einigung kam. Die Goten wurden als Föderierte im heutigen Bulgarien angesiedelt. Als Föderierte blieben sie politisch weitgehend autonom, waren jedoch verpflichtet, dem Kaiser Truppen zur Verfügung zu stellen.

Kaiser Theodosius wurde später wegen seiner guten Beziehungen zu den Goten der Beiname „Gotenfreund“ verliehen.

 

 

 

Doch auch der „Gotenfreund“ konnte nicht verhindern, das 391 ein Aufstand

angezettelt wurde. Ein Grund dafür waren sicher die hohen Verluste an Soldaten, die, die Goten während der Kämpfe für den Kaiser bezahlten. Der Anführer der Rebellion sollte zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Goten werden.

 

 

 

 

 

Sein Name war Alarich.

Alarich besiegte das eilig von Theodosius ausgesandte Heer und zog plündernd durch Thrakien und Griechenland. Die Thermophylen, Piräus und Böotien fielen, nur Theben leistete erfolgreich Widerstand. Athen konnte sich freikaufen.
In dieser Lage trat Stilicho auf. Er war ein römischer Feldherr und damit beauftragt, die Goten zur Räson zu bringen. Er wurde über die nächsten Jahre der einzige Mann, der es mit Alarich aufnehmen konnte. Gleich zu Anfang bedrängte Stilicho den Gotenführer derart, das ein Vertrag ausgehandelt werden konnte. Der Inhalt dieses Vertrages ist nicht bekannt. Lange Zeit währte er auch nicht. Nur kurze Zeit nach Abzug Stilichos mobilisierte Alarich erneut seine Soldaten und fiel in Makedonien ein. Er konnte erst aufgehalten werden, als Kaiser Arkadius ihm dieses Land als Siedlungsland zugestand (397 n. Chr.).

 

 

Doch auch damit gab sich Alarich nicht zufrieden. Nur vier Jahre später, 401 n. Chr. zog er nordwärts, mit dem eindeutigen Ziel Italien.

Nach einigen militärischen Erfolgen zwang ihn Stilicho zu einem Waffenstillstand, den Alarich aber bald wieder brach. Letztendlich gipfelte der Konflikt in der Schlacht von Verona (402 n. Chr.), die für die Goten eine herbe Niederlage darstellte.

Nach der Schlacht von Verona ließen sich die Goten in Illyrien nieder, wenn auch nur für kurze Zeit. Denn schon im Jahre 408 n. Chr. überfiel Alarich die Gebiete der heutigen Steiermark, Sloweniens und Ungarns. Damit Alarich nicht auch noch in Italien einfiele und damit er wieder unter römische Oberhoheit gestellt würde, war Stilicho, gegen den Willen des Senats, zu Zahlungen an den Gotenführer bereit.

Stilicho fiel jedoch kurze Zeit später einer Intrige zum Opfer und wurde als Verräter hingerichtet.

Wissend, das kein römischer Feldherr ihm jetzt noch gefährlich werden konnte, zog Alarich von Oberitalien plündernd bis vor die Tore Roms  und begann die Stadt zu belagern. Erst nach großen Ausgleichszahlungen (alles Gold und alle bewegliche Habe, die sich in Rom befanden) zogen die Goten ab. Nach gescheiterten Verhandlungen mit Kaiser Honorius verwüstete das Gotenheer ganz Italien. Doch die geplünderten Gebiete konnten die Armee nicht ernähren. Jetzt endlich kam ein Gespräch mit dem römischen Kaiser zustande und ein Friede wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Doch eine Gruppe von 300 römischen Soldaten machte sich selbständig, und fügte den Goten durch einen Überraschungsangriff eine herbe Niederlage zu. Als Honorius davon erfuhr, brach er die Verhandlungen sofort ab. Der Kaiser zog sich wieder nach Ravenna zurück.

 

Alarich, in seinem Stolz verletzt, zog zum wiederholten Mal südwärts und eroberte 410 n. Chr. die „ewige Stadt“ Rom ohne nennenswerte Schwierigkeiten.

 

 

 

 

 

Er war einer der wenigen, dem dies je gelungen war.  Drei Tage lang wurde die Metropole geplündert, die Schwester des Kaisers, Galla Placidia, sogar als Geisel genommen. Dabei viel ihnen ein sagenhafter Schatz in die Hände. Der Historiker Prokopius beschrieb den Untergang Roms und überlieferte auch, was die Westgoten erbeuteten. „... die Schätze Salomons, des Königs der Hebräer, deren Anblick lohnenswert ist. Denn sie waren größtenteils mit Smaragden verziert und in alten Zeiten von den Römern aus Jerusalem nach Rom gebracht worden“. Es handelt sich hierbei um den Schatz den Titus um das Jahr 70 n.Chr. bei der Eroberung Jerusalems geraubt hatte. Doch lange konnte sich Alarich über seinen Sieg nicht freuen.

 

Er starb im gleichen Jahr in Cosenza, als er auf dem Weg nach Sizilien war. Einer Sage nach soll er im Flussbett des Busento begraben worden sein. 

Alarich starb ohne leiblichen Nachfolger. Sein Schwager Athaulf wurde zum Gotenkönig gewählt. Unter ihm zogen die Goten nach Gallien. Dort schloss er eine Koalition mit dem gallischen Rebellen Iovinus. Nachdem es aber zu Streitigkeiten zwischen den beiden gekommen war, schlug sich Athaulf auf die Seite Kaiser Honorius. 

Dieser, froh einen Feind weniger zu haben, erlaubte es den Goten, sich in Südgallien anzusiedeln. Dies betraf vor allem die Städte Bordeaux, Toulouse und Poitiers.

Als Gegenleistung mussten sie Militärdienst ableisten.

Und obwohl den Goten sogar die Niederwerfung des Iovinus gelang, kam es doch immer wieder zu Spannungen mit dem römischen Reich, die schließlich wieder zu einem Krieg führten (413 n. Chr.).

 

 

 

 

 

Nachdem aber die Städte Narbonne und Toulouse gefallen waren, hatte Athaulf keine Möglichkeit sein Heer zu ernähren, und so wurden bereits 414 n. Chr. die Kämpfe eingestellt (zu einem echten Frieden kam es jedoch nicht).

 

In dasselbe Jahr fiel auch die Heirat zwischen Athaulf und Galla Placidia. Er selbst starb jedoch schon 415 n. Chr., ebenso ihr gemeinsamer Sohn. Gallia Placidia wurde 416 n. Chr. 'befreit'. Später wurde sie die Mutter von Kaiser Valentinian III.

Der neue Gotenkönig Valia musste sich 416 n. Chr. den Römern ergeben, als sein Plan, die Straße von Gibraltar zu überqueren, fehlgeschlagen war. Die Goten hatten nämlich das gesamte Land geplündert, so das sie nun Versorgungsschwierigkeiten hatten. Bedingung für den Frieden war, das die Goten jede römische Geisel ausliefern und Spanien von allen Feinden Roms säubern mussten. Im Gegenzug erhielten sie genug Getreide für ein ganzes Jahr.

Nachdem der Spanienfeldzug beendet war, wurden die Goten im Gebiet der heutigen Garonne angesiedelt. Ihre Hauptstadt wurde Toulouse, daher stammt auch der Name 'Das tolosanische Reich'. Valia sollte jedoch dies nicht erleben, denn er starb auf dem Rückweg von Spanien (418 n. Chr.).

Seinem Nachfolger Theoderich I.  (auch Theoderid) gelang es ziemlich gut, sein Reich aus den inneren Problemen der Römer herauszuhalten. In jener Zeit nutzten die Goten jede Möglichkeit, um ihre Stellung zu verbessern. Nach 33-jähriger Regierungszeit starb Theoderich I. in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (451 n. Chr.), wo er auf römischer Seite gegen die Hunnen gekämpft hatte. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Thorismund. Er starb jedoch schon zwei Jahre nach seinem Amtsantritt.

 

 

Sein Bruder Theoderich II. übernahm die Herrschaft. Wie sein Vater hielt auch er sich aus der inneren römischen Politik heraus, was sich angesichts der Umstände, die in Rom herrschten (Anarchie), durchwegs als erfolgreich erwies.

 

466 n. Chr. wurde Theoderich II. von seinem Bruder Eurich, der das tolosanische Reich zur Blüte bringen sollte, ermordet. 

Eurich ging sofort daran, sein Reich vollständig aus dem römischen Reich herauszulösen. Bereits zwei Jahre nach seinem Amtsantritt, im Jahre 468 n. Chr., war das westgotische Reich ganz und gar unabhängig von den Römern. 471 n. Chr. versuchte der römische Kaiser noch einmal die Goten zu unterwerfen, doch sein Heer wurde vernichtet. Eurichs nächste Schritte dienten dazu, sein Reich weiter auszudehnen. Nach zahlreichen Kämpfen regierte er über ein Land, das im Norden von der Loire, im Osten von der Rhone und im Westen vom Atlantik begrenzt wurde. Der Gotenkönig beherrschte auch die iberische Halbinsel. 477 n. Chr. schloß Eurich mit dem italischen Herrscher Odoaker , der Eurichs Landansprüche akzeptierte, Frieden.

Die nächsten Jahre benutzte Eurich weniger dazu sein Reich zu vergrößern, als vielmehr, es zu sichern. Er schloss Frieden mit den Burgundern und den kleinen Völkerschaften der Westeruler, Warnen und Thüringern. Die Franken, die, die einzig echte Gefahr für sein Reich darstellten, hielt er durch geschickte militärische Operationen in Schach.

König Eurich erließ auch zahlreiche neue Gesetze ('Codex Euricanius'), die das Zusammenleben der verschiedenen Völker erleichterten.

Da die Westgoten lange Wanderungen unternommen hatten, fehlte ihnen die Praxis für ein geregeltes, sesshaftes Leben. Deswegen nahmen sie die Römer als Vorbild.

Ursprünglich wurde der König der Goten gewählt. Spätestens seit Theoderich I.  entstanden aber Dynastien. Der Gotenkönig war oberster Gesetzgeber und Richter. Er war das Oberhaupt der Kirche, er verwaltete sowohl Innen- als auch Außenpolitik. Ihm zur Seite standen sowohl gotische, als auch römische Adelige, die sogenannten „comes“ (lat. Begleiter). Hierbei handelte es sich anscheinend um eine vereinfachte Variante des römischen Senats. Der König bestellte die Comes als seine Vertreter für seine Stadtbezirke, von denen es im tolosanischen Reich etwa 18 gab. Diese Fürsten wurden 'comes civitatis' (lat. Begleiter der Bürger) genannt. Sie besaßen die regionale Macht über die Rechtsprechung, das Militär und die Steuern. Comes wurden auch zu anderen Aufgaben herangezogen, z. B. als Vertreter des Königs im Krieg.

Die Comes bekleideten aber nicht nur hohe Staatsämter. So gibt es noch den „comes armiger“ (lat: bewaffneter Begleiter), der dem König als Waffenträger zur Seite stand, den „comes thesaurus“ (lat: Begleiter des Schatzes), der den Staatsschatz verwaltete, und den Marschall, „comes stabuli“ (lat: Begleiter des Stalles).

Eine ausführliche Beschreibung des Lebens des Gotenkönigs Theoderich II.  ist durch einen Brief des Bischofs Sidonius Apollinaris überliefert. An eine recht genaue (und womöglich idealisierte) Personenbeschreibung schließt folgendes an:

'(...)Vor Tagesbeginn sucht er mit einem ganz kleinen Gefolge die Gemeinschaft seiner Priester auf und betet mit großem Ernst. Wenn man ihn aber persönlich spricht, kann man (...) erkennen, das er diese Andacht mehr aus Gewohnheit als aus Überzeugung übt. Der Rest des Morgens wird durch die Sorge um die Verwaltung des Reiches bestimmt. (...) Unterdessen werden die Gesandten fremder Völker vorgelassen. Der König hört meistens zu, antwortet aber nur wenig. Bedarf eine Sache gründlicher Überlegung, schiebt er sie auf. (...) Die zweite Stunde ist da. Er erhebt sich vom Thron und hat nun Zeit, seine Schätze oder die Stallungen zu besichtigen. (...) Wenn man ihm zum Gastmahl folgt, das außer an Festtagen gerade so wie das eines privaten Hauses ist, dann gibt es hier keinen glanzlosen Haufen von verfärbtem alten Silber, (...) Das meiste Gewicht hat das Gespräch, da man bei dieser Gelegenheit entweder nichts oder aber Ernsthaftes redet. (...) Die Speisen begeistern wegen der kunstvollen Art ihrer Zubereitung (...) und die Servierplatten beeindrucken ihrer blitzenden Sauberkeit (...) wegen. (...) Nach dem Mahle fällt der Mittagsschlaf entweder ganz aus oder ist nur kurz. Zu den Stunden, in denen der König spielen möchte, greift er rasch zu den Würfeln. (...) Um die neunte Stunde hebt die Last des Regierens wieder an. (...) Manchmal freilich (...) treten beim Abendmahl Schauspieler auf (...) Wenn der König sich von der Tafel erhoben hat, zieht die Wache zuerst beim Schatzgewölbe auf, und Bewaffnete, denen die erste Nachtwache übertragen ist, besetzen die Zugänge zum Königspalast.

 

 

 

Die Steuern im Gotenreich waren sehr niedrig. Genaue Angaben liegen zwar nicht vor, es ist jedoch bekannt, das die Bevölkerung unter dem Ostgotenkönig Theoderich dem Großen  verlangt hatte, das die Steuern auf das Maß gesenkt werden, das Eurich vorgegeben hatte.

 

 

Das Gesetzbuch 'Codex Euricianus' wurde u.a. dazu geschaffen, das Leben zwischen Goten und Römern zu regeln. Es enthielt aber auch verschiedenste Gesetze, die Adelige, Freie und Unfreie betrafen. Westgotische und römische Adelige waren einander rechtlich gleichgestellt und spätestens seit dem Jahr 477 n. Chr., nachdem Odoaker die Besitzungen Eurichs anerkannt hatte, akzeptierten die dort lebende römische Bevölkerung die Gotenkönige als ihre Herren. Viele von ihnen traten sogar in den Dienst der Könige. König Theoderich II. wurde von dem Römer Avitus unterrichtet.

Freie Bürger hatten mitunter eine schwache Stellung in der westgotischen Gesellschaft: 'Es kam vor, das Freie gegen ihren Willen als Sklaven verkauft wurden.'  Als eine notwendige Schutzmaßnahme wurde im Codex Euricianus festgelegt, das Kinder von Freien niemals verkauft werden dürfen. Die Adeligen hatte auch Freie als Gefolgsmänner. Diese traten in zweierlei Form auf. Die „Buccellarii“ erhielten von ihrem Herrn Waffen und Land, solange sie in seinem Gefolge blieben. Sie hatten das Recht, sich einem anderen Adeligen anzuschließen, dann mussten sie dem ersteren alles zurückerstatten. Alles, was sie in der Gefolgschaftszeit selbst erwarben, gehörte zur Hälfte ihnen, zur Hälfte ihrem Herrn. Töchter von  toten Gefolgsleuten mussten auf Wunsch des Herrn einen Gleichgestellten heiraten, durften aber in diesem Fall das Gut ihres Vaters behalten. Die höchsten der „buccellarii“ wurden auch „Doryphoren“ genannt.

Die zweite Form der Gefolgschaft waren die „Saiones“. Diese erhielten von ihrem Herrn Waffen zur freien Verfügung, allerdings kein Land. Alles, was sie zur Zeit ihrer Gefolgschaft erwarben, gehörte ihrem Herrn.

Im Codex Euricianus waren die Bestimmungen über die Buccellarii genauer gehalten als die der Saiones. Dies lässt auf eine geringere Bedeutung der Saiones schließen. Während in späteren Zeiten die Saiones nur mehr als Gehilfen von Richtern bezeichnet werden, geht die Gefolgschaft der Buccellarii viel tiefer. Die Bindungen der Buccellarii waren erblich. Außerdem begaben sie sich in so starke wirtschaftliche Abhängigkeit zu ihrem Herrn, das ein Loslösen der Bindung, ohne sofort eine neue einzugehen, schlichtweg unmöglich erschien.

Unfreie hatten eine für Sklaven relativ selbständige Stellung  weil die Besitzungen ihrer Herrn so groß waren, das sie sich nicht um alles kümmern konnten. Die Verwaltung einzelner Besitzungen wurde deswegen Sklaven übertragen.

Dieses System, das den König, die Adeligen, die Freien und die Unfreien miteinander verbunden hatte, schien recht gut zu funktionieren. Von Aufständen oder Rebellionen haben wir keine Aufzeichnungen.

Der Codex Euricianus ist heute nur noch in Fragmenten erhalten. Fraglich ist außerdem, ob er tatsächlich von König Eurich stammt und nicht erst von dessen Sohn und Nachfolger Alarich II.

Sicher aus der Regierungszeit Alarichs II. stammt das „Breviarium Alaricianum“ (Lex Romana Visigothorum). Nach seiner Fertigstellung und Beglaubigung durch den König und Bischöfe wurde den Comes bei Todesstrafe verboten, jemals anderes Recht zu anzuwenden. Quellen des Breviarium Alaricianum waren u. a. der „Codex Theodosianus“ und der „Codex Gregorianus“. Die Gesetzgebung nach dem Breviarium Alaricianum war Vorlage für die „Lex Romana Curiensis“ und galt in Westösterreich sogar noch bis ins Hochmittelalter.

Ein weiteres Gesetzbuch ist die „Antiqua“ von König Leovigild. In diesem Text werden vor allem den Vornehmen Privilegien zugesprochen, die der einfache Mann nicht erhielt. Dies bezog sich in erster Linie auf Straftaten: „Ein Vornehmer, der fremde Einzäunungen beseitigte, hatte die Einfriedung wiederherzustellen und den angerichteten Feldschaden zu ersetzen, ein Nichtadliger empfing darüber hinaus 50 Schläge.“ 

Bis zu ihrer endgültigen Sesshaftwerdung in Frankreich und Spanien war das Volk der Goten ein umherziehender Heerhaufen, der plünderte und weite Gebiete in Schrecken versetzte. Die gotische Armee war schlagkräftig, aber klein. Nachschub in der Form wie ihn sesshafte Völker aufbieten konnten, gab es natürlich keinen. Nur gelegentlich wird davon berichtet, das sich Goten mit anderen Völkerschaften vereinten. Ein Beispiel dafür waren die Taifalen (ansässig an der Donau), mit denen sich die Goten 291 n. Chr. verbündet hatten, um die Gepiden zu vertreiben.

 

 

Trotzdem triumphierten die Goten über das bis dahin als unbezwingbar geltende römische Reich. Das lag nicht nur an ihren Führerpersönlichkeiten , die denen der Römer meistens überlegen waren, sondern auch an ihrer Kampftaktik. Ganz im Gegensatz zu den Römern lag das Hauptgewicht der Schlacht auf der Kavallerie.

 

Die Goten waren aber kein Reitervolk, wie man es sich im allgemeinen, nach hunnischem Vorbild, vorstellt. Die Überlegenheit der Reiter lag nämlich nicht in ihrer Schnelligkeit und Wendigkeit, sondern in ihrer Kraft und Wucht. Die stark gepanzerten Pferde trampelten über ihre Gegner förmlich hinweg. Demnach waren die Waffen ihrer Reiter auch nicht Bogen und Speer. Die Goten benutzten schwere, zweihändig geführte Lanzen und schützten sich mit Schuppenpanzern und Helmen.

400 n. Chr. waren die Reiter der Goten die vielleicht am besten ausgerüstete Kavallerie in Europa. König Athaulf förderte die Reiterei stark und ihm ist es zuzuschreiben, das diese Spezifikation noch weiter fortschritt. Zwar spielte das Fußvolk auch eine wichtige Rolle, aber diese stand der, der Reiter immer nach.

Über die innere Heeresordnung der Goten während ihrer Wanderschaft ist nur wenig bekannt. Nach ihrer Sesshaftwerdung wurden mehr Einzelheiten bekannt. Die kleinste Einheit umfasste  10 Mann und hieß Decania (röm: zehn), dann folgten Centena mit 100 und Quincentena mit 500 Mann (die Quincentena kann nicht eindeutig belegt werden.). Auch dies sind römische Namen. Die größte Einheit war die Tausendschaft, genannt 'Thiufa-Thifuada'. Ihr stand der Tausendschaftsführer 'Thiufadus' vor. Dieser hatte auch Polizeigewalt und das Amt eines Richters. Oberster Heerführer war der amtierende Gotenkönig.

Bisher unberücksichtigt blieben die westgotischen Aktivitäten zur See. Im großen und ganzen gab es auch nie eine eigenständige westgotische Flotte. Außer bei den seeräuberischen Aktivitäten im Schwarzen Meer (noch vor der Teilung in Westgoten & Ostgoten!) wurden die Goten auf See immer geschlagen. König Alarich I. gelang es nicht einmal, von Süditalien aus Sizilien zu erreichen. Seine Schiffe gingen unter, bevor noch ein einziger Feind gesichtet worden war. Ähnlich erging es König Valia nur 5 Jahre später. 415 n. Chr. sank seine Flotte, als sie versuchte, die Straße von Gibraltar in Richtung Afrika zu überqueren. König Eurich sollte es als einzigem gelingen, Erfolge zur See zu erringen. Durch immer wiederkehrende Attacken seiner Flotte auf die Franken hatten diese keine Möglichkeit, das tolosanische Reich direkt anzugreifen. Den Oberbefehl über die Flotte aber hatten römische Offiziere.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Goten, ursprünglich aus Skandinavien stammend, verehrten die nordischen Götter. Sie sahen Wotan (Odin) als obersten Kriegsherrn. Unter ihm gab es noch viele andere Götter, von denen Thor (Donar) nur der bekannteste ist.

 

Einige Jahre nach ihrer Teilung in Ostgoten und Westgoten erschien ein Mann, mit dem die Bekehrung der Westgoten zum Christentum begann. Dieser Mann war Bischof Wulfila .

Wulfilas Großeltern wurden aus dem Dorf Sadagolthina in Kappadokien (südöstlich von Ankara) von gotischen Plünderern verschleppt. Wulfila selbst hatte einen gotischen Vater. Er fühlte sich den Goten verbunden: 'Was auch immer die Vorfahren des Gotenbischofs für diesen bedeuteten, die ethnische Zugehörigkeit Wulfilas zu den Goten steht außer Frage.'  Sein Geburtsjahr ist nicht eindeutig festzulegen. Es lag aber mit großer Wahrscheinlichkeit um 311 n. Chr. Wulfila trat das erste Mal in Erscheinung, als er 332 n. Chr. eine gotische Gesandtschaft nach Rom begleitete. Der junge Mann konnte bereits Latein und Griechisch schreiben. Ebenso hatte er eine rhetorische Ausbildung genossen.

341 n. Chr., im Alter von 30 Jahren, wurde Wulfila in Konstantinopel zum Bischof geweiht. Er fühlte sich der Arianischen Glaubensrichtung verpflichtet. Der Arianismus besagt, das Gott und Christus nicht wesensgleich sind, sondern das Christus ein Geschöpf Gottes aus dem Nichts sei. 325 n. Chr. wurde diese Lehre auf dem Konzil zu Nicäa verboten. Kaiser Constantius II. erlaubte sie wieder .

Am Beginn seiner Bekehrungsarbeit stieß Wulfila jedoch auf starken Widerstand der Goten. 347/348 n. Chr. fand die erste gotische Christenverfolgung statt. Auch Wulfila war von ihr betroffen. Er wurde nach Mösien (heutiges Bulgarien) vertrieben, wo er für das ländliche Gebiet zuständig war. Zu dieser Zeit vollbrachte er mit der Übersetzung der Bibel in die gotische Sprache ein Meisterwerk. Denn zu diesem Zweck musste der Bischof zunächst die gotische Schrift entwickeln. Dabei lehnte er sich stark an das griechische Alphabet an. Wulfila übersetzte sowohl das Alte als auch das Neue Testament. Jedoch ist nur von letzterem ein größerer Teil erhalten. Es wird als 'Codex Argenteus' bezeichnet.

 

In der Übersetzung Wulfilas fehlen viele kriegerische Ausdrücke. Völlig weggelassen sind die 'Bücher der Könige', wohl 'um dem Volk, das den Krieg liebte, eher einen Zaun für seine Schlachtenlust zu ziehen, als es eigens dafür zu begeistern.'

369 bis 372 n. Chr. kam es unter Athanarich zur zweiten gotischen Christenverfolgung. Erst unter Fritigern, der sich zum Arianismus bekannte, konnte Bischof Wulfila darangehen, die Goten zu bekehren. Er setzte damit den Grundstein zum gotischen Arianismus. 383 n. Chr., während der 3. Kirchenversammlung, starb Wulfila. Im Zuge dieser Kirchenversammlung, die in Konstantinopel stattfand,  wurde der Arianismus wiederholt verurteilt. Damit war die Sache Wulfilas verloren. Die Goten blieben ihrer Glaubensrichtung aber treu, denn 381 n. Chr. wurde im zweiten Kanon der allgemeinen Kirchenversammlung festgelegt: 'die Kirchen Gottes unter den barbarischen Völkern aber sollen nach der Weise regiert werden, die schon unter den Vätern herrschte.'

Erst unter Reccared I. , der von 586 n. Chr. bis 601 n. Chr. regierte, traten die Goten zum Katholizismus über. Reccared sah sich selbst als 'Apostelkönig' , der die Westgoten eigenhändig bekehrt hatte.

 

 

 

 

  

 

Eine wirklich eigenständige Kunst der Goten

gab es nicht. Sie hatten sich schon zu sehr an

die Römer angeglichen. Es wurden zwar

Schmuckstücke im ehemaligen Gebiet

der Westgoten gefunden, diese erinnern aber

stark an römische Plastik. Die einzigen Funde,

die definitivden Westgoten zugeordnet

werden können, waren einige  

Gürtelbeschläge und Fibeln.

 

 

Eine wirklich eigenständige Kunst der Goten gab es nicht. Sie hatten sich schon zu sehr an die Römer angeglichen. Es wurden zwar Schmuckstücke im ehemaligen Gebiet der Westgoten gefunden, diese erinnern aber stark an römische Plastik. Die einzigen Funde, die definitiv den Westgoten zugeordnet werden können, waren einige Gürtelbeschläge und Fibeln.

Nichtsdestoweniger besaßen die Westgoten einen Staatsschatz, über den andere Völker nur staunen konnten: 'Die Westgoten standen in dem Ruf, den reichsten Goldschatz zu besitzen, und ihre Gotteshäuser hatten kostbarere Kultgefäße als andere Kirchen.'  Zu diesem Schatz gehörten zwei ganz besondere Kunstgegenstände: das Missorium und der Smaragdtisch. Das Missorium war ein Gefäß aus massivem Gold, das zusätzlich mit Edelsteinen geschmückt war. Der Smaragdtisch, obwohl er wahrscheinlich nicht aus jenem Edelstein gefertigt worden war, beeindruckte die Menschen derart, das er in vielen Erzählungen wieder auftaucht. Von beiden Stücken ist heute nichts erhalten. Ist dies der Schatz den Abbè Sauniere und Abbè Boudet fanden und deren Aufenthaltsort sie hüteten?

 

 

 

 

 

 

 

Einen anderen Schatz der Goten fand man im 19. Jahrhundert nahe Pietrosa (Rumänien). Zwei Bauern stießen auf einen Hort von Gold und Edelsteinen. Er enthielt goldene Schüsseln, Fibeln, Halsbänder und Statuen. Heute liegt er im Nationalmuseum zu Bukarest.

 

Ein Schatz, der Anlass zum Streit zwischen Frankreich und Spanien war, wurde 1858 in dem kleinen spanischem Ort Fuente de Guarrazar gefunden. Man entdeckte dort die Kronen von acht westgotischen Königen. Die französische Regierung bemächtigte sich der Kronen und sorgte damit für Spannungen zwischen Frankreich und Spanien. Erst während des zweiten Weltkrieges wurden die Kronen Spanien zurückgegeben. Frankreich behielt nur die „Krone von Sonnica“, von der die Archäologen bis heute nicht wissen, welchem König sie ursprünglich gehört hatte.

                       

Ob die Gotik, außer mit ihrem Namen, noch etwas mit den Goten zu tun hat, ist auch heute noch ein Streitthema unter den Historikern. Denn die Goten haben zweifelsfrei den gotischen Baustil weder erfunden noch betrieben - keine Funde lassen darauf schließen. Dennoch scheint es heute erwiesen, das die Gotik ihren Namen von diesem Volk hat. In der Renaissance (die ja an die Gotik anschließt) empfindet man die vorangegangene Epoche als barbarisch .

 

 

 

 

 

 

 

Und da man die Goten für Barbaren hielt, verwendete man den Begriff 'Gotik'. 
Bevor Bischof Wulfila eine eigene gotische Schrift entwickelte, bedienten sich die Goten der Runen. Die Runen waren vor langer Zeit entstanden und hatten ursprünglich religiöse Bedeutung. Die Runenschrift ist, wie die ägyptische, eine Hieroglyphenschrift und daher schwer zu entziffern. Denn ein und dasselbe Symbol kann viele verschiedene Bedeutungen haben, die sich nur aus dem Textzusammenhang erklären.
Die Goten sprachen die Sprache, die sie seit ihrem Auszug aus Skandinavien benutzten. Latein war die Hochsprache des Reiches. Mit der Zeit, als sich Latein immer mehr durchsetzte, wechselte die Bedeutung. Latein wurde zur Allgemeinsprache, während gotisch nur mehr für offizielle Anlässe und Rituale gebraucht wurde.

 

Nach dem Tod Eurichs im Jahre 484 n. Chr. kam sein Sohn Alarich II. zur Königswürde. Er besaß jedoch weder den starken Willen seines Vaters noch die militärische Raffinesse von Alarich I. Um mehr Schutz vor den immer weiter vordringenden Franken zu erhalten, heiratete er die Tochter des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen. 490 n. Chr. kämpfte er an der Seite seines Schwiegervaters in Italien gegen Odoaker.

In seinem eigenen Reich aber wurde die Gefahr immer größer. Der Frankenkönig Chlodwig eroberte weite Teile des tolosanischen Reiches. 507 n. Chr. schließlich kam es zur endgültigen Konfrontation zwischen den beiden Mächten. Bei Vouillé, nahe Poitiers, wurde die Entscheidungsschlacht ausgetragen. Alarich II. verlor Schlacht, Reich und Leben. Die verbliebenen Westgoten zogen sich weit nach Spanien zurück.

Die einzig große Leistung im Leben Alarichs II. war sein Gesetzbuch, das 'Breviarium Alaricianum' .

Nach Alarich II. Tod übernahm (nach einem vierjährigem Zwischenspiel mit Segalech, einem illegitimen Sohn Alarichs II.) der berühmte Ostgotenkönig Theoderich der Große das Westgotenreich. Für kurze Zeit schien sich das Reich zu erholen. Aber nach dem Tod Theoderichs des Großen wurden die Westgoten von den Franken immer weiter nach Süden getrieben. Von einem endgültigen Ende der Westgoten kann man jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht sprechen.

 

 

 

Die geschlagenen Westgoten errichteten in Spanien ein neues Reich. Die Hauptstadt war Toledo (deswegen auch: toledanisches Reich). Das toledanische Reich hatte jedoch keine weltgeschichtliche Bedeutung mehr. Sie waren es auch, die Rhedae,  als Stadt Aufbauten und weiter befestigten.

 

 Nach der Reichskrise saß erst wieder 568 n. Chr. ein starker König auf dem Thron der Westgoten: Leovigild. Er entmachtete den Adel, er führte neue Hofämter ein und er besiegte die in Spanien ansässigen Sueven. Er machte Toledo endgültig zur Hauptstadt. Er führte das Wahlkönigtum wieder ein. Alle diese Maßnahmen hatten zur Folge, das, das Reich nach innen gestärkt wurde. In der Außenpolitik machten sie wenig Eindruck.

Leovigilds Sohn Reccared I. trat zum Katholizismus über und ebnete damit den Weg für eine Bekehrung der arianischen Goten .

Die nächsten Jahrzehnte vergingen, ohne das irgend etwas Herausragendes geschah. Erst am Anfang des achten Jahrhunderts kam wieder Bewegung auf, als die Araber durch einen Bürgerkrieg der Goten (sie konnten sich auf keinen König einigen) nach Spanien gelockt wurden. Roderich (span. Rodriguez), der als letzter König der Westgoten gilt, hatte keine Möglichkeit die Armee des zerstrittenen Reiches effektvoll einzusetzen.

Spanien wurde schließlich von den Arabern überrannt und das Reich zerstört , die letzten Goten in alle Winde zerstreut. Die meisten zogen nach Norden, um sich den Franken anzuschließen.

Ist nun der angesprochene Schatz der Westgoten, der, um den sich bei der Geschichte um Rennes-le-Chateau alles rankt? Ist das, dass Geheimnis was über Generationen weitergegeben wurde und was Abbè Sauniere und Abbè Boudet  entschlüsselt hatten?

 

Die Könige der Westgoten

Alarich I. 395 – 410

Athaulf  410 – 415

Sigerich  415         

Valia  415 - 418

Theoderich I.  418 – 451

Thorismund    451 - 453

Theoderich II. 453 - 466

Eurich  466 - 484

Alarich II.  484 - 507

Segalech  507  - 511

Theoderich d. Große  511 - 526

Amalarich  526 - 531

Theudis   531 - 548

Theudegisel  548 - 549

Agila I.  549 - 555

Athanagild  555 - 567

Liuva I.  567 - 572

Leovigild  568 - 586

Reccared I.  586 - 601

 

Liuva II. 601 - 603


Witterich 603 - 610


Gundemar 610 - 612


Sisebut 612 - 621


Reccared II. 621


Suinthila 621 - 631


Sisenand 631 - 636


Chintila 636 - 639


Tulga 639 - 642


Chindasvinth 642 - 653


Reccesvinth 653 - 672


Wamba 672 - 680


Ervig 680 - 687


Egica 687 - 702


Witiza 702 - 710


Roderich 710 - 711


Agila II. 711 - 714 (')


Ardo  714 (') - 720 (')

Quelle: Adel, Kirche und Königtum im Westgotenreich, Claude Dietrich

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