Die Kelten

Werden und Wirken zahlreicher heutiger europäischer Völker sind ohne das Wirken der Kelten nicht vorstellbar.

Der erste schriftliche Hinweis der uns von den Kelten erhalten geblieben ist, stammt von Hektaios aus Milet, aus dem Ende des 6.Jh.v.Chr., der die Kelten in der Nachbarschaft von Ligurien und Massila (heute Marseille) wohnen lässt. Einen weiteren Hinweis finden wir, beim „Vater“ der Geschichtsschreibung, um 5.Jh.v.Chr., dem Griechen Herodot.

Er schreibt, „ in Ihrem Land entspringe der Istros“ (heute Donau). Des weiteren erwähnt er „Die Kelten aber sind jenseits der Säulen des Herakles und Nachbarn der Kynesier, die im äußersten Westen Europas wohnen“, Herodot II/33.

 

 

 

 

 

 

Er schreibt, „ in Ihrem Land entspringe der Istros“ (heute Donau).

Des weiteren erwähnt er „Die Kelten aber sind jenseits der Säulen des Herakles und

Nachbarn der Kynesier, die im äußersten Westen Europas wohnen“, Herodot II/33. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um ihrer Bedeutung gerecht zu werden, sei erwähnt, dass der große Makedonierkönig Alexander – selbst ein Welteroberer – um 335 v.Chr. eine keltische Gesandtschaft an den Ufern der Donau empfangen hat.

 

 

In antiken Nachrichten steht ebenfalls, dass Dionysios I. von Sizilien mit Ihnen Freundschaft schloss. Am Zeusaltar in Pergamon bekamen die Kelten, auch als Besiegte einer Schlacht, ein steinernes Denkmal gesetzt.

In der Sprache der Römer wurden die Kelten, Gallier und in der griechischen Welt Galater genannt. Sie spielten also zur damaligen Zeit eine gewichtige Rolle.

 

 

 

 

Des weiteren belegt die große Ausdehnung ihres Siedlungsraumes, im Osten bis Vorderasien, im Süden bis Griechenland, im Norden bis Irland und Schottland und im Westen bis zum Atlantischen Ozean, ihre erfolgreiche Kultur.

 
 

  

Durch die kulturelle Einbeziehung des keltischen Siedlungsraumes Galliens in das Römische Imperium, finden sich im heutigen Frankreich viele Symbole der keltisch-gallischen Vergangenheit.

 

 

 

 

So wurde der Hahn, der allgemein als Symbol der Wachsamkeit gilt und  lateinisch Gallus heißt, zum Wappentier.

 
 

 Wir finden im heutigen Frankreich mehrere Siedlungszentren der Kelten. Unter anderem, das von Hektaios aus Milet erwähnte, in der Gegend um das heutige Marseille, sowie ein Siedlungszentrum im Gebiet der heutigen  Bretagne. Die Kelten der Bretagne stammten ursprünglich aus Britannien, bis sie unter Druck der damals aufstrebenden Angelsachsen, ihr Stammland verlassen mussten. Daher auch der Name Bretagne. In meinem Abschnitt über das Dorf und Umgebung, bin ich schon auf den Stammesverband der Tectosagen kurz eingegangen und möchten nun auf ihre Gesellschaft und ihren Götterglauben reflektieren.

In der Ausformung der keltischen Gesellschaftsstrukturen bildete sich ein sogenannter „Erbadel“ heraus.

Die Stellung des Adels in der keltischen Gesellschaft war nicht nur eine Frage der Macht und Gewalt, sondern wurde auch entscheidend durch das Verhältnis der anderen Schichten zum Adel bestimmt. Es war in erster Linie eine Art Klientelsystem, wonach sich freie Stammesangehörige unter den Schutz eines Adligen begaben, der deren Existenz sicherte. Dafür musste der „Klient“ im Kriege Waffendienst leisten, wobei Gehorsam und Treue eine Selbstverständlichkeit waren und im Frieden einen Teil seines erarbeiteten Produktes abliefern.

 

 

 

 

Das soziale Leben der Kelten wurde weiterhin durch die Schicht der Druiden bestimmt. Es gibt mehrere Deutungen des Begriffes Druiden, die Bedeutendsten sind wohl  „Der Hochweise“ und, nach etymologischen Erkenntnissen, „die Eiche“ was auf die ursprüngliche Verbundenheit mit der Natur hinweist. Den Kelten waren Eichenwälder heilig und sie vollzogen in ihnen Kulthandlungen.

 
 

Sie waren Priester, die öffentliche und persönliche Opferhandlungen ausführten und in Angelegenheiten des Glaubens und der Natur Auskunft erteilten. Ihr Ansehen in Rahmen des Stammesverbandes war sehr groß. An Kriegshandlungen nahmen sie nicht teil und waren überhaupt von Abgaben jeglicher Art, und Heeresdienst befreit. An ihrer Spitze stand der Oberpriester, der von den anderen gewählt wurde. Der Nachwuchs der Druiden dürfte aus dem Kreisen der führenden Familien gekommen sein.

Caesar berichtet, dass viele teils aus eigenen Entschluss zu den Druiden in die Lehre gingen oder von ihren Eltern und Verwandten geschickt wurden. Dort mussten die „Zöglinge“ eine stattliche Zahl von Versen auswendig lernen, wofür manche angeblich 20 Jahre benötigten würden.

 

 

 

 

 

 

So können wir wohl vermuten, dass die beiden führenden Schichten gemeinsame Interessen besaßen, der Adel in „weltlichen Dingen“ und die Druiden in „Religiös-Kultischen“.

Aufgrund von Ausgrabungen war eine soziale Differenzierung der gesellschaftlichen Schichten möglich.

So geht man davon aus, dass die Gesellschaft der Kelten aus ca. 5% Adel, 20% Krieger und 75% Werte schaffender Personen (die auch Frauen und Kinder beinhalten) bestand.

 
 

 

 Der Erfolg der keltischen Kultur bestand darin, dass die technologische Entwicklung sowie die Arbeitsorganisation so weit fortgeschritten war, dass Sie Werte in Form eines Mehrproduktes erzielen konnten.

 

 

 

 

 

Dies schaffte die Grundlage mit anderen Völkern Handel zu treiben und somit auch kulturelle Kontakte zu pflegen.

 
 

Im Ergebnis dessen, fand auch eine sozial-ökonomische Entwicklung statt. Das ökonomische Wachstum und die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse spiegeln sich auch in den Grabanlagen wieder.

Die Toten wurden nun nicht mehr verbrannt, sondern in vollständiger Rüstung bzw. die Frauen mit Ihrem reichen Schmuck beigesetzt. Dies betraf aber sicher nur die Oberschicht von ca. 25% der Bevölkerung.

Es wurden weiterhin als Grabbeigaben Weinamphoren, Löwenfüße von einem Dreifußgestell, Elfenbeinsphingen, kleine Gegenstände aus Gold, Bronze, Silber, und Bernstein gefunden.

Weiterhin auch vierrädrige Wagen bei denen man die Räder demontierte und eingewickelt in „Tücher“ an die Wände der Grabkammern gestellt hatte.

 

Aus archäologischen Ausgrabungen weiß man, dass die Gräber der Territorialfürsten sich ca. 500-2000 Meter, im Angesicht ihrer Burgen befanden. Diese Gräber befanden sich in sogenannten Grabhügeln mit einer hölzernen Kammer.

     

 

Diese Grabhügel, werden bei einer über mehrere Generationen anhaltende Besiedlung des Gebietes, natürlich auch mehrfach vorkommen.

 

Man geht also von einer bestimmten Gliederung des besiedelten Ortes aus. Diese Gliederung ist wie folgt: 1. Burghügel, 2. Siedlung zu Füßen der Burg und im Umkreis von 500-2000 Meter die Grabhügel.

 

Dies könnte auch für das Gebiet um Rennes-le-Chateau zutreffen.

 

Man kennt Grabhügel mit 6 Metern Höhe und 60 Metern Durchmesser, aber auch Grabhügel mit einer Höhe von 13 Metern, was auf einen entsprechend großen Durchmesser der Grabanlage schließen lässt.

 

Räder hatten bei den Kelten nicht nur eine praktische Bedeutung für die Wagen, sondern auch mystische

So ist für sie das Rad ein Symbol des Sonnengottes.

 

 

 

 

 Um den Sonnen- oder Radgott herum bewegen sich Raubtiere, Schlangen und greifenartige Phantasietiere in ihren Darstellungen. Dieser Sonnengott gehört in allen Religionen zu den führenden Gottheiten und entspricht im römischen dem Gott Jupiter.

Erinnern wir uns, was ich im Abschnitt Dorf und Umgebung, über den alten Namen von Rennes-le-Chateau erwähnte. In früherer Zeit soll der ursprüngliche Name des Ortes Rhedae, Rezae, Reddis oder Reda gewesen sein. Dieser Name lässt sich von dem Gallischen (Keltischen) ableiten, und bedeutet soviel wie „Ort der vierrädrigen Fuhrwerke“. So könnte sich der Name des Ortes auch auf den, der Kelten „heiliges Gebiet“, beziehen. Was wiederum durch die Erzfunde in der Umgebung und deren heilige Bedeutung für die Kelten, seine Bestätigung finden würde.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die zwei und dreiköpfigen Gottesabbilder, die uns bei den Templern (z.B. in Tomar) wieder begegnen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am bekanntesten ist die Abbildung des dreiköpfigen Gottes auf einem Gefäß von Bavai, im französischem Departement Nord, also im Bereich der Belgier, wo der Kult mit dem dreiköpfigen Gott besonders verbreitet war. 

 

Es handelt sich hier um eine sogenannte, bei den Römern gebräuchliche, Wochengöttervase. Begleittiere der dreiköpfigen Gottheiten sind häufig Hahn, Widder und die Schildkröte.

Der Grieche Diodor beschreibt weiterhin, in V/27, dass es „auffallend und bemerkenswert ist, was im Keltenlande in den Heiligtümern zu geschehen pflegt. In den Tempeln und Heiligtümern, die den Göttern geweiht sind, liegt viel Gold, das den Göttern als Geschenk, dargebracht wird“.

                                                              

 

 

 

 

 

 

Dies stimmt mit der Aussage von Strabon (griechischer Geograph) überein, den ich im Abschnitt Dorf und Umgebung schon erwähnt habe.

 
 

 

Alle vorab beschriebenen Grabfunde, keltischer Kultur, wurden in anderen Siedlungsgebieten der Kelten gefunden.

In dem Gebiet um Rennes-le-Chateau / Rennes-le-Bains wurden bisher weder Grabhügel noch ein Heiligtum der Kelten entdeckt.

 

Aufgrund der Grossen Ansammlung von Meniren und Dolmen in der Gegend, geht man von der Anlage eines Chromlechs (heiliger Bezirk) durch die Kelten aus.

                                   

In diesem wird sich auch ihr Hauptheiligtum befunden haben. Das Heiligtum wird von Forschern am Sebariou (Berg in der Nähe beider Orte) vermutet, weil dieser die Voraussetzungen auf ganz natürliche Weise, durch das Vorhandensein von zwei Quellen, bieten würde.  Am Sebariou finden wir aber nicht, wie in keltischen Heiligtümern üblich, dass Vorhandensein eines Opferschachtes.

 

 

 

 

 

 

Aber wirklich gefunden hat bisher noch niemand etwas, weder Gräber mit Beigaben, noch die sagenhaften Goldschätze die Strabon und Diodor erwähnten.

 
 

 

 

Oder doch? War das Geheimnis welches Abbè Sauniere und sein Amtsbruder Abbè Boudet entschlüsselten und vorher von Generation zu Generation weitergegeben worden ist, der sagenumwobene Schatz der Kelten?

 

Interessanter Weise schreibt Abbè Boudet, der Pfarrer in der Nachbargemeinde Rennes-le-Bains war, ein seltsames Buch.

 

 

 

 

 

 

 

Das Buch, erschienen 1886, hat den Titel „Die wahre keltische Sprache und der Chromlech von Rennes-le-Bains“.

 

Verbirgt dieses Buch das Geheimnis um den Schatz der Kelten oder geht es noch um viel mehr, als einen materiellen Schatz Vorort?

 
 

 

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