Kapitel IV

KAPITEL IV.

_____

FAMILIE VON JAPHET.


 

I

 

GOMER UND SEINE SÖHNE.

 

Wir haben bereits daraufhin gewiesen, das Gomer der älteste Sohn und der Erbe der körperlichen Qualitäten von Japhet war, die ihn Japhet, von seinen Brüdern Sem und Cham unterschieden. Gomer ist der Stammvater der großen keltischen Familie, und der heiligeHieronymus (1) sowie (Flavius) Josephus zögern nicht, seine Nachkommen die Gomerischen und Cimmbrischen (Kimbern) zu nennen. Die in Asien angesiedelten Galater gehören nach dem heiligen Hieronymus zur gleichen Cimmbrischen oder Kimbrischen Familie. Der größte Teil dieser Galatischen Tectosagen kam dorthin aus dem Süden [im Orig. Midi – südlicher Landstrich des heutigen Frankreich] Galliens, aufgrund ihrer [ständig] fortgesetzten kriegerischen Abenteuer.

 

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Die drei Söhne von Gomer, Askenez, Ripath und Thogorma werden von der heiligen Schrift genannt, weil sie Chefs (Stammeskönige) von Völkern waren. 

 

Einige Nachkommen von Askenez - to ask (zu fragen, zu bitten), anrufen (beanspruchen, Einspruch erheben, protestieren) - keen (kine)(scharf, einschneidend, durchdringend), sehr kalt (frostig, unempfindlich, schwach, - tötend, kaltblütig), eindringend (durchdringend,scharfsichtig, eindringlich), - haze (hèze)(leichte Nebel, zur Strafe mit Unnützen Arbeiten beschäftigen, Streiche spielen), Nebel [geistig – benebelt, verworren, unklar; Kladdebuch – ein Schmier oder Skizzenbuch, Notizbuch], dicker Nebel, - sich lenkend (Orig. getrennt - geant = Riese) in Richtung Norden von Europa fahrend, nicht fürchtend sich in einem Land mit starken Nebeln anzusiedeln, in Germanien, welches von den Hebräern Askenez wurde, während die anderen sich in Asien ansiedelten, ganz in der Nähe von Medien [Landschaft im heutigen Nordwesten Irans, Midi ?]. Sie wurden ihre Verbündeten, im gegen Babylonien unternommenen Krieg, und mit den Mediern verwüsteten sie diese Stadt nach den Worten von Jeremias (1) : << Ruft auf gegen Babylon die Könige von Ararat, von Menni und von Askenez [Nase, Stumpf, Gesicht, Gebirgskap]. >> (1Orig.)

 

Josephus glaubt, das Ripath und seine Kinder an den südlichen Rändern des Schwarzen Meeres Paphlagonia besetzten, und das erscheint sehr akzeptabel; denn der Name von Ripath benennt einen Matrosen, der sehr bewandert ist und bezieht sich auf die Handhabung [Manöver, Kunstgriffe] der Schiffe, - to reef (rif)[zu einer Felsbank, zu einem Riff], ein Reis (- Korn) zu nehmen, die Segel aufgeien [die Geitaue ziehen das Segel beim bergen nach oben], - to add , hinzusetzen (hinzuzufügen, dazulegen) - .

 

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III

 

Baskische Sprache.

 

Es ist nicht uninteressant zu bemerken, wie sich die Verwirrung der Sprache von Babel, in der Bildung der baskischen Wörter bemerkbar gemacht hat. Die neuen Wörter haben nicht mehr die gleiche Einfachheit; sie drücken durch die Vereinigung der primitiven Begriffe die einmal dargestellten Vorschläge aus, die über eine historische und wirkliche Tatsache berichten.       Diese neuen Kombinationen sind auch einfach zu beobachten in

 

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der kabylischen Sprache sowie in der baskischen Sprache : trotzdem reproduziert diese (Sprache) sie in einer größeren Reinheit und erlaubt uns, sozusagen durchgängig erstaunliche philosophische Gedanken zu erfassen, (sowie) die Farben der Sitten (lebhafte Beschreibung) die nichts zu wünschen übrig lassen.

 

In der Sprache der Nachkommen von Tubal, << die Männer (Menschen), ghizônac, >> sind Wesen die Bräuche besitzen, soll heißen (von) nicht geschriebene(n) Gesetze, und der Brauch dieses nicht schriftlichen Gesetzes ist die Demonstration des Willens, der den Grund dieser Definition der Männer darstellt, der durch diesen Begriff ausgedrückt wurde, << ghizônac >> bezieht sich vollkommen auf die genauesten Definitionen die davon gemacht wurden, - guise (guaize), Brauch (Gebrauch, - Maske, - Tracht, Art und Weise), - to own (ôn), zu besitzen (anerkennen). – Die Silbe ac ist in diesem Wort nur die Endung für den Plural (Mehrzahl).

 

Diese Wesen mit Bräuchen erhielten die wertvollen Erinnerungen an die kühnen Aktionen, mutig (beherzt) und vertrauensvoll im Gedächtnis ihrer Kinder, um sie an die Nachkommen zu übermitteln, und dies ist der Sinn von << Geschichte, kondera ; >> - to con(dagegen sein, sorgfältig sein), zu lernen durch das Herz, - to dare (dére)(zu dürfen, sich erlauben, die Stirn bieten), zu wagen, die Kühnheit zu haben (sich trauen) - .

 

Die Gewohnheit d´apprendre par coeur (auswendig zu lernen durch das Herz) diese skandalösen kriegerischen Aktionen, beweist jedoch nicht, dass die Schrift damals unbekannt war. Das Baskische besitzt das Verb << schreiben, ichkiribatzia. >>

 

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Die Existenz dieses Verbs in der Sprache bedeutet offensichtlich die Bezeichnung von Buchstaben, die geeignet sind das Wort festzulegen und zu übermitteln. Wir ignorieren zweifellos die Form der Buchstaben, von denen die Basken gebrauch machten; aber dieseForm ist unwichtig, da sie sich mit jeder Nation ändert. Wir ignorieren auch noch auf welchem Papier sie ihre Buchstaben schrieben, allerdings wäre es ungerecht ihnen die Kenntnis sowie die Verwendung von einer soliden und leichten Substanz abzusprechen, wie es die dünnen Blätter waren, die durch den Papyrus aus Ägypten geliefert wurden. Die Blätter der [Unter-] Häutchen die den Stamm des Papyrus bilden, waren ungefähr von zwanzig an der Zahl. Bei jedem (Unter-) Häutchen aus dem ein Blatt wird, begreift man, dass ein einziger Stamm eines Strauches von zehn Füßen in der Höhe, zahlreiche Blätter jeder Länge liefern musste. Diese in Eile, geschlagenen, geklebten und polierten Blätter waren Gegenstand eines wichtigen Handels in der alten Welt, und alle Völker hatten die Möglichkeit (Fähigkeit) Papyrus zu verwenden, um die Verkaufs – und Kaufverträge, die Briefe und die Vereinbarungen zwischen Privatpersonen zu schreiben. Wir geben diese Einzelheiten Wegen des sehr merkwürdigen Ausdrucks << quire >> das enthalten ist im baskischen Verb << ichkiribatzia. >> Quire übersetzt sich im keltischen in << eine Hand [-Schrift] aus Papier >> und die in ichkiribatzia vereinigten Wörter bestätigen dies so zu schreiben, man verspürt dort [ihr Guthaben ist]

 

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eine unzubändigende Lust (Redseligkeit) hinzuzudichten, anzuhäufen (überhäufen), zu stapeln diese Handschriften aus Papier, - to itch(zu jucken, die Begierde, die Gelüste, den Kitzel haben), es juckt [im Sinne von – es juckt in den Fingern], - guire (gouaire)[kleinesBuch bestehend aus 24-25 Blättern], eine Hand [-Schrift] aus Papier, - to heap (hip) (eine Menge, nieder- schmetternd), zu stapeln, anzuhäufen, - to add, hinzuzufügen (-unnötig, hinzuzudichten) - .

 

Der braune Teint (Hauttönung) macht mit Leichtigkeit den Unterschied der Iberer und der Kelten sichtbar, erinnert wird daran im Wort << Gesicht (Angesicht, Antlitz), bisaiya >> ; - bice (baice), blasses Grün (blasses Blau), - high (hai) (hoch, erhaben, von lebhafter Farbe), kräftig (sehr bedeutend, Hauptsächlich), dunkler geworden während man von einer Farbe spricht.

 

Unter den Kelten zählte man drei verschiedene Personenklassen die Priester, die Adligen (Edlen) und das Volk. Diese Konstitution (Verfassung) findet sich auch in der Tubalinischen Nation wieder, da beim Tod eines Iberers der Lehensmann als Erbe, dem Herrn des Gebietes eine Gebühr bezahlte diese Besonderheit wird durch den Begriff << heriotzea, der Tod >> enthüllt, denn heriot (1) bedeutet in der keltischen Sprache die Gebühr (Zahlungsaufforderung), die vom Erben an den Herrn des Gebietes bei Tod seines abhängigen(Lehensmannes) gezahlt wurde. Am Ende scheinen die Gebräuche der Kelten in der baskischen Sprache wieder aufzuleben; so drückt sich ein Toter durch << hilbat >> aus, das heißt eine Erhöhung (Emminenz), hill , ein Grabhügel (Grabmal aus angehäufter Erde) dieSilbe bat (einhüllen) [mit Stoff einschlagen, griech. Packsattel o. Packesel] in hilbat ist ein unbestimmter Artikel, der auf Französisch einen oder einer bedeutet. Der Ausdruck hilbat zeigt uns an, das die Iberer ihre Toten der Erde anvertrauten, es ist jedoch sicher, dass sie sie wenigstens eine Zeit lang den Flammen ausgeliefert (übergeben) haben.

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