Kapitel VIII

KAPITEL VIII.

______

KELTISCHES DORF VON RENNES – LES – BAINS.

 

I.

DIE KELTISCHEN WOHNSITZE - DER FAHRWEG FÜR

DIE WAGEN.

In der Badestation von Rennes ist die Thermalquelle, von der die Kelten den meisten Gebrauch machten, diese ist jene der Königin oder der von Rennes. Entsprechend der Traditionskette über die Wirksamkeit der Gewässer von den Redones, haben die Römer geglaubt, dass sie sich ihre Thermalbäder auf diese Quelle und mit sehr aufwendigen Konstruktionen bauen mussten, von denen noch Reste erhalten sind, erhoben im Salztal. 

Lange vor dem Besitz des Landes durch die Römer, waren die gallischen Wohnhäuser, nicht wie heute, alle zusammengruppiert in der Nähe

- 290 - 

der Thermalquellen; sie wurden auf dem Abhang des Artiques genannten Geländes Grundstücks) gebaut, - hearth (harth), Herd (Herz, Brennpunkt, Kohlenrost, Mittelpunkt), - to eke (ike), vervollkommnen (zu ergänzen, zu vereinigen) - .

Der Begriff von tribé , - tribe (traibe), Stamm (Geschlecht, Klasse, Sippe), Völkerstamm - ; bezeichnet ein Gelände, dass sich im Süden von Montferrand befindet, und bezeugt, das der große Teil der Bevölkerung in diesem Tal wohnte, durch das der Bach von Coume fließt. Der Bach von Alby , - hall , Wohnsitz (Halle, Saal), - by (bai) , an der Seite [nebenan] - , welcher sich ergießt in diesen (Bach) von Coume, durchquert das gallische Dorf. Die Kelten profitierten vom Gefälle der Abhänge, um ihre Häuser zum Teil in die Erde zu bauen, denen sie eine runde Form gaben. Sie waren, sagen die Autoren, sehr geräumig, aus Holz und Erde gebaut, und mit Dachstroh oder Häckselstroh bedeckt, welches in Lehm geknetet wurde.

Es ist sehr gut möglich, dass die ärmsten Häuser so bedeckt wurden, aber es fällt uns schwer zu glauben, dass die Gallier den Gebrauch von Ziegeln nicht mehr kannten, deren Namen sie uns mit rajole hinterlassen haben, - rash , herausbrechen (durchbrechen, dringend), und im Dialekt des Languedoc, den Ausfluss (Abfluss, etwas absetzen), - hole , kleine Wohnhäuser - , was heutzutage den Ziegelstein bezeichnet.

...

IV

DIE RÖMER UND DIE THERMALQUELLE DER KÖNIGIN.

DAS KREUZ IM CROMLECK DER REDONES.

Man hat durch die Erklärung der keltischen Denkmale im südlichen Gallien gesehen, welchenreligiösen Glauben die Kelten hatten. Als die Fremden sich unter dem Schleier [Vorwand] des Handels im gallischen Boden festgesetzt hatten, begann sich der Glaube in Geist der Bevölkerung zu schwächen. Die Chefs der verschiedenen Stämme leisteten dem Verfall Vorschub, indem sie sich von der höchsten Autorität des Neimheid befreiten, so schafften sie einen Freiraum für Cäsar, der die Nation besiegte, die von nun an zum römischen Imperium gehörte, und an die Stelle des alten und reinen von den Druiden gelehrten Glauben, trat der von den Siegern verbreitete Kult einer götzendienerischen Verehrung. Die Tempel der falschen Götter haben die keltische Erde beschmutzt, und das verdorbene Volk hat sich dazu herabgelassen (erniedrigt) Teutates [Merkur], Belenus [Apollon] und Ogimos oder Ogham [Gott der Magie, Schrift und Kriegskunst] zu lieben. 

- 305 -

...

In diesem elenden Zeitalter, dass der notwendigen und unmittelbaren Ankunft des Erlösers vorausging, welcher von den Nationen erwartet wurde, verschwinden alle Erinnerungen an die wahre und religiöse Bedeutung des Cromleck. Das Land der südlichen Redones gehörte schon lange zur Provinzia, und die Römer hatten im Salztal und an der Quelle der Königin (Orig. Reine) bei den Thermalbädern einen Tempel gebaut. Ein neues Dorf wurde auf der Hochebene (Plateau) von Villanova erbaut, das die Thermalbäder auf der Nordostseite beherrscht.

Die Römer hinterließen zahlreiche Spuren ihres verlängerten Aufenthaltes im Cromleck, Medaillen und Münzen aus Gold, Silber und Bronze aus der Zeit des [2.] Triumvirates von (Marcus) Antonius, Octavian (1) und (Marcus Aemilius) Lepidus (2+3) bis zur Herrschaft des Kaisers Gratian, ganze Amphoren, Überreste von Statuen aus weißem Marmor, Kapitelle und herrlich behauene Säulensockel, sowie in Stein eingemeißelte konsularische Inschriften.

Die Redones aus dem Süden haben eine relativ kurze Zeit in diesem unsinnigen Aberglauben dieses Heidentums verbracht. Der Prokonsul Sergius Paulus (4), Jünger des Apostels St-Paul brachte das Evangelium in den Süden Galliens und befestigte seinen [Amts-] Sitz in

- 306 -

Narbonne (1). Die christlichen Missionare, die vom bekannten und heiligen Bischof entsendet wurden, um den Geist und die Herzen der Gallier in der Narbonensis zu erobern, begriffen, als sie in den Cromleck der Redones eindrangen, dass der Respekt den man diesen behauenen oder aufgestellten Steinen entgegenbrachte, nur ein Respekt gegenüber einer götzendienerischen Verehrung war, und so ließen sie an allen Punkten dieses Steinkreises am Eingang des Cromleck, an Crosses, an Roukats, am Serbairou, am Hügelgrat von Pla de la Coste und an las Brugos bis hin zu Cugulhou, grecques (griechische) Kreuze einmeißeln.

Damals, am Hügelgrat von Cap dé l´Homme oberhalb eines Menhirs, gegenüber eines heidnischen Tempels, der in eine christliche Kirche umgewandelt wurde, welche später durch einen Brand zerstört wurde, wurde ein schöner Kopf des Erlösers aus dem Stein gehauen (gemeißelt), der das Tal anschaute und all diese keltischen Denkmäler beherrschte, die ihre unterrichtende Gelehrsamkeit verloren hatten. Das Kreuz des siegreichen Heidentums hat nicht aufgehört im Cromleck von Rennes – les – Bains zu herrschen, und ist immer aufrecht erhalten worden, eingeprägt in den religiösen Herzen seiner Einwohner, den Geboten des Lebens, die der Welt durch die Ewige Wahrheit gegeben wurde.

zum Seitenanfang